Nahost

Israelische Polizei stürmt Al-Aqsa-Moschee: RT-Reporter verwundet, über 75 Palästinenser verletzt

Bei der Erstürmung der Al-Aqsa-Moschee durch israelische Sicherheitskräfte kamen 75 Palästinenser zu Schaden. Vierzehn von ihnen kamen ins Krankenhaus, davon drei Schwerverletzte. Auch der RT-Journalist Ali Jassin wurde durch ein Gummigeschoss am Hals verwundet.
Israelische Polizei stürmt Al-Aqsa-Moschee: RT-Reporter verwundet, über 75 Palästinenser verletzt© J-Media

Israelische Sicherheitskräfte haben am Morgen des 22. April das Gelände der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem gestürmt. Mehr als 75 Palästinenser wurden dabei verletzt, wie palästinensische Ärzte berichten. The New Arab präzisierte mit Verweis auf Angaben des palästinensischen Roten Halbmonds, es seien von den verletzten Palästinensern 14 Personen ins Krankenhaus eingeliefert worden, drei von ihnen befanden sich in einem sehr schlechten Zustand. 

Zeugen berichteten, dass die Polizei nach dem Morgengebet in das Gebiet eindrang und Gummigeschosse und Betäubungsgranaten einsetzte. Es war der Versuch, eine Menge von etwa 200 Palästinensern zu zerstreuen, von denen einige Steine auf die Polizisten warfen. Die Polizei feuerte auch Gummigeschosse auf Journalisten ab, die die Zusammenstöße dokumentierten, so die Zeugenaussagen. Auch der Kameramann und Fotograf Ali Jassin von RT Arabic wurde verletzt. Ein Gummigeschoss traf ihn am Hals und die Wunde musste im Krankenhaus genäht werden.

Seit mehr als einer Woche kommt es im Hof der Al-Aqsa-Moschee täglich zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern, jüdischen Nationalisten und der Polizei. Die Muslime besuchten die Moschee während der letzten zehn Tage des Ramadan sehr rege. Die israelischen Behörden hatten daher zugesagt, dass Juden für diese Zeit der Zutritt zur Moschee untersagt wird. Die Palästinenser werfen Israel jedoch vor, stattdessen Moslems beim Praktizieren ihres Glaubens anzugreifen und jüdischen Nationalisten regelmäßig Zutritt zum Moscheegelände zu gewähren.

Mehr zum Thema – Israelischer Flaggenmarsch in palästinensischen Gebieten: "Tod den Arabern!"

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.