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Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew verlegt Truppen in Richtung Artjomowsk und legt Minenfelder an

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew verlegt Truppen in Richtung Artjomowsk und legt Minenfelder an© Anatolii Stepanov / AFP
  • 30.01.2023 11:39 Uhr

    11:39 Uhr

    Italiens Verteidigungsminister ruft EU zu Aufgeschlossenheit gegenüber Russen auf

    Europa darf sich Russland nicht verschließen, sagte der italienische Verteidigungsminister Guido Crozetto der Zeitung Corriere della Serra. Er erklärte:

    "Der Ukraine zu helfen, sich zu verteidigen und das Völkerrecht wiederherzustellen, bedeutet nicht, das russische Volk als Feind zu betrachten. Ich habe nie die Idee unterstützt, Künstler, Sportler und normale Menschen auszuschließen. Wir müssen die Kanäle des Dialogs offen halten."

    Nach Angaben des Politikers trafen sich vergangene Woche mehrere EU-Botschafter in Moskau, um Visafragen zu erörtern. Er fügte hinzu:

    "Warum sollte Russen ein Visum verweigert werden? Es wäre gut, wenn sie nach Europa kämen und die andere Seite hörten."

  • 11:17 Uhr

    Ukrainische Einheiten beschießen Dorf im Gebiet Belgorod verletzt – zwei verletzte Zivilisten

    Beim Beschuss des Dorfes Besljudowka im Gebiet Belgorod durch ukrainische Truppen wurden zwei Menschen verletzt. Dies berichtet der Gouverneur des Gebietes Wjatscheslaw Gladkow. Er schreibt auf Telegram:

    "Zur Zeit wird das Dorf Besljudowka im Stadtbezirk Schebekinski beschossen. Nach vorläufigen Angaben gibt es zwei Opfer – Männer mit Schrapnellwunden und Prellungen."

    Nach Gladkows Angaben sind die medizinischen und operativen Dienste bereits vor Ort.

  • 10:45 Uhr

    Experte: Kiew verlegt Truppen in den Bezirk Tschasow Jar bei Artjomowsk

    Das ukrainische Kommando verlegt zusätzliche Kräfte in den Bezirk Tschasow Jar bei Artjomowsk. Darauf wies der Militärexperte und pensionierte Offizier der Volksmiliz der Lugansker Volksrepublik Oberstleutnant Andrei Marotschko gegenüber RIA Nowosti hin. Er erklärte unter Berufung auf eigene Quellen:

    "Die ukrainischen Stellungen nahe der Siedlung Tschasow Jar sind verstärkt worden. Ukrainische bewaffnete Verbände verstärken alte und errichten neue Befestigungen, richten Feuerstellen ein und legen Minenfelder."

    Artjomowsk (Bachmut) liegt in dem von Kiew kontrollierten Teil der Volksrepublik Donezk, nördlich von Gorlowka. Die Stadt ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die Versorgung der ukrainischen Einheiten im Donbass. Die Stadt ist zurzeit erbittert umkämpft.

  • 10:27 Uhr

    Ukrainische Einheiten beschießen in der Nacht Städte im Gebiet Cherson

    Soldaten der ukrainischen Armee haben die Städte Golaja Pristan und Aljoschki am linken Ufer des Dnjeprs im Gebiet Cherson beschossen. Wie die Notdienste des Gebietes mitteilen, wurden in der Nacht 18 Granaten auf die beiden Städte und mehrere umliegende Siedlungen abgefeuert. Die Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung und die Schäden an der Infrastruktur werden derzeit ermittelt.

    Das ukrainische Militär führt täglich Artillerie- und Raketenangriffe auf die zivile Infrastruktur der Städte am linken Ufer des Dnjeprs durch. Opfer dieser Angriffe sind häufig Zivilisten.

  • 10:09 Uhr

    Luftangriffsalarm in mehreren ukrainischen Gebieten ausgerufen

    In den ukrainischen Gebieten Kirowograd, Nikolajew, Odessa und Dnjepropetrowsk wurde der Luftalarm ausgelöst. Dies zeigt die entsprechende Online-Karte des ukrainischen Ministeriums für digitale Entwicklung.

  • 10:01 Uhr

    NATO-Chef: Verbündete brauchen US-Atomschutzschirm wegen Aktionen Russlands, Chinas und Nordkoreas

    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat erklärt, dass die erweiterte Abschreckung der USA vor dem Hintergrund der Aktionen Russlands, Chinas und Nordkoreas eine "wichtige Aufgabe" für Washingtons Verbündete darstelle. Dies verkündete er am Montag in Seoul. Die Nachrichtenagentur Yonhap zitiert ihn mit den Worten:

    "Solange es Atomwaffen gibt, insbesondere solange autoritäre Kräfte in Russland sie besitzen und stark in ihre Mobilisierung investieren, solange wir sehen, wie China die Zahl der Waffen erhöht und was Nordkorea tut, hat die nukleare Abschreckung unter solchen Umständen eine äußerst wichtige Aufgabe."

    Stoltenberg argumentiert, dass die Welt angeblich einem größeren Risiko ausgesetzt wäre, wenn NATO-Länder wie die USA und Frankreich auf Atomwaffen verzichten würden.

  • 09:33 Uhr

    Ukrainische Armee beschießt Gebiet der Donezker Volksrepublik neun Mal binnen 24 Stunden

    Artilleristen der ukrainischen Armee haben das Gebiet der Volksrepublik Donezk (DVR) in den vergangenen 24 Stunden neun Mal beschossen und dabei 39 Geschosse abgefeuert. Dies berichtet die Vertretung der DVR beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen im Zusammenhang mit Kriegsverbrechen der Ukraine.

    Unter Beschuss gerieten die Wohngebiete Donezk und Jakowlewka. Bisher wurden keine zivilen Opfer oder Schäden an der zivilen Infrastruktur gemeldet.

  • 08:58 Uhr

    Volksrepublik Lugansk: Innerhalb einer Woche bei Angriffen ukrainischer Streitkräfte 14 Zivilisten getötet und 25 verletzt

    In der Volksrepublik Lugansk (LVR) wurden in der vergangenen Woche bei Angriffen durch ukrainische Streitkräfte 14 Zivilisten getötet und 25 weitere verletzt. Dies berichtet die Vertretung der LVR beim Gemeinsamen Zentrum für die Kontrolle und Koordinierung von Fragen im Zusammenhang mit Kiews Kriegsverbrechen.

    Das Büro fügte hinzu, dass die ukrainischen Truppen das Gebiet der LVR in diesem Zeitraum acht Mal mit schweren Waffen beschossen haben. Unter Beschuss gerieten die Siedlungen Solotoje, Rubeschnoje, Kremennaja, Belokurakino, Nowoalexandrowka und Nowoaidar.

    Während der Angriffe setzten Kiews Truppen US-amerikanische Mehrfachraketenwerfer vom Typ HIMARS sowie Artillerie im NATO-Kaliber 155 Millimeter ein.

    Darüber hinaus wurden zehn Gebäude und 14 zivile Infrastruktureinrichtungen zerstört oder beschädigt, darunter eine medizinische Einrichtung und drei Bildungseinrichtungen.

  • 08:34 Uhr

    Ukrainischer Verteidigungsminister: Westliche Panzer sollen im Frühjahr zum Einsatz kommen

    Die ukrainischen Streitkräfte werden voraussichtlich im Frühjahr damit beginnen, westliche Panzer bei Militäroperationen einzusetzen. Dies verkündete der ukrainische Verteidigungsminister Alexei Resnikow am Sonntag in einem Interview mit dem kanadischen Fernsehsender CBC.

    Der Minister erklärte, die ukrainische Armee beabsichtige, aus den von den westlichen Ländern zugesagten Lieferungen mindestens zwei Panzerbataillone zu bilden, die "zur Fortsetzung des Gegenangriffs" eingesetzt werden sollen.

    Resnikow zeigte sich zuversichtlich, dass die westlichen Länder Kiew auch in Zukunft mit Panzern beliefern werden. Er betonte:

    "Dies ist nicht das Ende der Geschichte, sondern erst der Anfang."

  • 08:13 Uhr

    DVR-Chef: Russische Streitkräfte haben sich im östlichen Teil von Ugledar verschanzt

    Russische Truppen haben sich im östlichen Teil von Ugledar in der Volksrepublik Donezk verschanzt. Dies gab das amtierende Oberhaupt der Donezker Volksrepublik Denis Puschilin am Montag bekannt. In der Umgebung der Stadt fänden derzeit Kämpfe statt. Puschilin erklärte im russischen Fernsehen:

    "In Richtung Ugledar rücken unsere Einheiten weiter vor. Wir können jetzt sagen, dass sich die Einheiten im östlichen Teil von Ugledar verschanzt haben und dass auch in der Umgebung gekämpft wird."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.