
Kröten versus Nattern – Schießerei in Odessa zwischen Wehramts-Schergen und SBU

Odessa, die russische Hafenstadt an der Schwarzmeerküste in der ehemaligen Ukrainischen SSR, ist am 21. April 2026 zum Schauplatz einer wilden Festnahme-Aktion samt Schießerei geworden: Beamte des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU haben eine Gruppe von Wehramtsmitarbeitern festgenommen, denen der Raub von mindestens 30.000 US-Dollar vorgeworfen wird. Hiervon berichten ukrainische Medien mit Verweis auf die Bodenstreitkräfte des Landes.

Besagte Wehramtsmitarbeiter gingen ihrem üblichen Geschäft nach – nämlich in den Straßen "Freiwillige" für den Kriegsdienst einzufangen –, nutzten dabei aber eine Gelegenheit, ihr Einkommen aufzubessern: Als ihnen ein Mann in die Finger kam, der mit der besagten Summe an Bargeld unterwegs war, pferchten sie ihn in ihren Kleinbus und raubten ihn aus. Anscheinend waren die Menschenfänger nach solch einem Fang so gut gelaunt, dass sie das Opfer, statt es mit den bekannten Methoden zum Kriegsdienst für das Selenskij-Regime zu rekrutieren, wieder auf die Straße setzten. Soweit eine Version des Herganges.
Einer anderen Version zufolge sollen die Wehramtsmitarbeiter den stadtweit als gut betucht bekannten Mann um 50.000 US-Dollar erpresst haben, obwohl er sich vom Kriegsdienst bereits freigekauft hatte. Hierfür lauerten sie ihm auf der Straße auf und pferchten ihn in ihren Kleinbus. Er soll ihnen gegenüber so getan haben, als wolle er die geforderte Summe herausrücken – und sei zwecks dessen wieder auf die Straße gesetzt worden.
Wie dem auch sei – den Wehramts-"Rekrutierern" wurde ihre Gier anscheinend zum Verhängnis: Der Mann habe sich nämlich, einmal wieder auf freiem Fuß, sofort an seine Kontakte beim SBU gewandt und sich über das Verhalten der Menschenfänger beschwert.
Bei der daraufhin angeordneten Festnahme kam es zu einer Verfolgungsjagd, bei der auch Schüsse gefallen sein sollen. Auf mindestens zwei Videoaufnahmen von Zeugen hört man peitschende Geräusche von Einzel- und Dauerfeuer.
Einem der Zeugen hinter der Kamera zufolge soll einer der Teilnehmer ums Leben gekommen sein, obwohl dies nicht bestätigt werden kann. Ebenfalls einem Zeugen hinter der Kamera zufolge sollen mindestens drei Wehramtsmitarbeiter festgenommen worden sein, während in den Medien die Rede von acht Mann ist, die dem Wehramt des Odessaer Stadtbezirks Perésyp angehören.
Der Leiter des besagten Wehramts sowie der Chef der Odessaer Wehramts-Gebietsleitung seien unmittelbar darauf vom Dienst suspendiert worden.
Weitere Zeugen mit Smartphone-Kameras brachten schließlich, gemäß dem Sprichwort "Die beste Freude ist die Schadenfreude", die ganze Liebe des Volkes der ehemaligen Ukrainischen SSR gegenüber den "TZK"-Menschenfängern zum Ausdruck, indem sie die auf dem Boden liegenden Männer als Schwuchteln beschimpften – einer öffnete eigens hierfür sogar die Seitenscheibe seines Pkw.
Einige ukrainische Nachrichten- und Analyse-Onlineportale mit Anspruch auf Insider-Information, wie etwa Legitimny auf Telegram, stellen Vermutungen auf, nach denen diese Aktion Teil einer größer angelegten Umverteilung der Pfründe in Odessa-Stadt und -Gebiet sein soll. Die Erpressung nach der oben umrissenen Art gegen wohlhabende Bürger vor Ort soll von den Wehrämtern im großen Stil betrieben werden, wofür ihnen die Polizei für einen Teil des Schutzgeldes Deckung leistet – während an den SBU lediglich sechs bis sieben Prozent des Schutzgeldes gehen, womit die Geheimdienstler offensichtlich unzufrieden seien.
Videoaufnahmen von diesem Geschehen kursieren in den sozialen Netzwerken, davon vor allem auf Telegram – und sind unter anderem unter folgenden Links zu finden: hier, hier, hier, hier oder hier. Alternativ kann man in den Genuss des Videomaterials kommen, indem man die Suchfunktion bei Telegram oder anderen sozialen Netzwerken oder gleich die Suchmaschine des Vertrauens bemüht und zusammen die Begriffe ТЦК, СБУ, Одесса, задержание eingibt – die zutreffenden Aufnahmen sind am 21. und am 22. April veröffentlicht worden.
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