Nordamerika

US-Militär schafft neues "Anomaly Resolution Office" zur Untersuchung von UFOs

Seit Ende 2021 gibt es beim US-Verteidigungsministerium eine Abteilung, die mit der Untersuchung mysteriöser Luftaktivitäten betraut ist. Diese soll nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums nun ausgeweitet werden.
US-Militär schafft neues "Anomaly Resolution Office" zur Untersuchung von UFOsQuelle: www.globallookpress.com © Mary Evans Picture Library

Die US-Regierung weitet ihre Bemühungen zur Untersuchung des UFO-Phänomens aus Sorge möglicher damit einhergehender Gefahren für die Nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten weiter aus. Wie das Pentagon am Mittwoch mitteilte, soll die bereits vor einem halben Jahr eingerichtete Abteilung des US-Verteidigungsministeriums zur Identifizierung unbekannter Flugobjekte, die sogenannte Airborne Object Identification and Management Group, einen neuen Aufgabenbereich sowie einen neuen Namen bekommen.

Demnach wird das neue All-domain Anomaly Resolution Office (AARO), Büro zur Lösung von Anomalien in allen Domänen, künftig die Anstrengungen aller US-Behörden bei der Suche nach unidentifizierten Flugobjekten (UFOs) koordinieren und sich jetzt zudem auch um Objekte kümmern, die im Weltraum, im Wasser und zwischen verschiedenen Bereichen unterwegs sind.

Der zu Anfang des Monats beschlossene Schritt geht auf eine Weisung des US-Kongresses zur Ausweitung der Untersuchungen nicht identifizierter Objekte im Weltraum, in der Luft sowie unter Wasser zurück, die eine Sicherheitsbedrohung darstellen könnten. Die AARO hat somit nun die Aufgabe, nicht identifizierte Objekte zu ihren Ursprüngen zurückzuverfolgen – unabhängig davon, ob es sich um Außerirdische oder um einen irdischen Feind handelt.

"Für unsere nationale Sicherheit und die Sicherheit unseres Militärpersonals ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir uns über anomale Objekte in allen Bereichen im Klaren sind", erklärte Ronald Moultrie, Unterstaatssekretär für Nachrichtendienste und Sicherheit, diese Woche in einem Memo. "Wir müssen auch mit der Entwicklung und dem Einsatz neuer Technologien durch unsere Gegner Schritt halten."

In einer separaten Erklärung schrieb die stellvertretende US-Verteidigungsministerin Kathleen Hicks, dass dies Büro nun "die Anlaufstelle des Verteidigungsministeriums für alle UAP- und UAP-bezogenen Aktivitäten ist und das Ministerium bei solchen Aktivitäten vertreten kann."

Die neue Abteilung soll sich künftig mit allen "Objekten von Interesse" beschäftigen, die "in, auf oder in der Nähe von Militäreinrichtungen, Einsatzgebieten, Übungsgebieten, sowie im Luftraum für besondere Benutzung und anderen Gebieten von Interesse auftauchen", heißt es in der Mitteilung weiter. Aufgabe der Abteilung sei es dann, "Sicherheitsbedrohungen abzuschwächen und abzuwehren".

Bislang war das Büro nur für Untersuchungen zuständig, bei denen es um Sichtungen unbekannter Flugobjekte auf der Erde ging. Mit der Aufgabenerweiterung hat sich das nun geändert. Folglich ist die Abteilung jetzt auch für nicht identifizierte Objekte im Weltraum und unter Wasser zuständig sowie solche, die zwischen diesen Bereichen wechseln. Zu den Hauptaufgabenbereichen des AARO zählt neben der Überwachung des Phänomens nun auch die Sammlung von Informationen. Auch nachrichtendienstliche Operationen sowie Analysen sollen von dem neu geschaffenen Büro durchgeführt werden.

Das neuerliche Interesse an dem Phänomen geht insbesondere auf die Bemühungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zurück. Dieser hatte die US-Behörden seinerzeit angewiesen, dem US-Kongress über ihre Erkenntnisse zu UFO-Sichtungen zu berichten. Daraufhin hatte das Pentagon im vergangenen Jahr auf Anordnung des US-Kongresses einen lang erwarteten Bericht über nicht identifizierte Luftphänomene (UAPs) veröffentlicht.

In dem mit Spannung erwarteten Bericht wurden 144 Berichte aus der Zeit von 2004 bis 2021 berücksichtigt, bei denen die Flugobjekte mit Kameras, Radar, Infrarot oder anderen Sensoren festgehalten wurden. 80 dieser Ereignisse wurden von mehreren Sensoren gleichzeitig registriert. In einigen Fällen beschrieben die Zeugen, meist Navy-Piloten im Flug, dass das Objekt ein ungewöhnliches Flugverhalten gezeigt habe: "Einige UAPs schienen trotz starker Winde auf der Stelle zu stehen, andere bewegten sich gegen den Wind, manövrierten abrupt oder flogen mit beträchtlicher Geschwindigkeit, ohne dass erkennbare Antriebe sichtbar gewesen wären", heißt es in dem Bericht. 

Die Ermittler konnten damals lediglich die Sichtung eines dieser Objekte, das als aufgeblasener Ballon identifiziert wurde, erklären. Inzwischen hat das US-Militär Berichte über rund 400 Sichtungen zusammengetragen, die nicht erklärt werden können. Hinweise darauf, dass es sich bei den unerklärlichen Sichtungen um außerirdische Technologien handele, gebe es bisher allerdings nicht.

Die Gründung dieser neuen Organisation ist nur die jüngste Maßnahme, die die US-Regierung in den letzten Monaten ergriffen hat, um ein besseres Verständnis von UFOs zu erlangen. Im Juni gab die NASA eine wissenschaftliche Studie in Auftrag, die das Phänomen um die unbekannten Flugobjekte endgültig entmystifizieren soll. Allerdings betonte die Behörde ausdrücklich, dass es bisher "keine Beweise dafür gibt, dass UAPs außerirdischen Ursprungs sind". Ein Mangel an überprüfbaren Daten mache es jedoch auch schwierig, "wissenschaftliche Schlussfolgerungen über die Natur solcher Ereignisse zu ziehen", räumte die NASA ein. 

"Eines der Dinge, die wir uns von dieser Studie erhoffen, ist, einfach dadurch, dass wir offen darüber sprechen, dazu beizutragen, das Stigma, das damit verbunden ist, zu beseitigen", sagte Daniel Evans, stellvertretender Beigeordneter Verwalter für Forschung der NASA, auf einer Pressekonferenz:

"Das wird natürlich zu einem verbesserten Zugang zu Daten, mehr Berichten, mehr Sichtungen und so weiter führen. Das ist also eine weitere Sache, die wir damit zu erreichen versuchen."

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