Russland

Russland: Landsmannschaft Ostpreußen zur unerwünschten Vereinigung erklärt

Das russische Justizministerium hat die Landsmannschaft Ostpreußen in die Liste unerwünschter Organisationen aufgenommen. Damit ist eine weitere Tätigkeit des deutschen Verbandes in der Region Kaliningrad nahezu unmöglich geworden.
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Die Liste der in Russland als "unerwünschte Organisation" geführten Vereinigungen ist um eine Position reicher. Und es trifft einen deutschen Verband. Bereits am 22. Mai 2026 hat das Justizministerium der Russischen Föderation die Landsmannschaft Ostpreußen auf die Liste ausländischer und internationaler Organisationen gesetzt, deren Aktivitäten in der Russischen Föderation als unerwünscht gelten. Zuvor hatte bereits die russische Generalstaatsanwaltschaft den Verband entsprechend eingestuft.

Die Landsmannschaft Ostpreußen ist der Interessenverband der Flüchtlinge aus dem ehemaligen Ostpreußen und deren Nachkommen. In ihm treffen sich Personen, die sich den Traditionen Ostpreußens und seinem kulturellen Erbe verbunden fühlen.

Mit der Einstufung als "unerwünschte Organisation" sind Tätigkeiten des Verbandes auf dem Gebiet der Russischen Föderation, einschließlich des Gebiets Kaliningrad, nahezu unmöglich geworden.

Welche Gründe für die Einstufung vorlagen, wurde nicht bekannt. Sie fällt jedoch in eine Zeit, in der russische Behörden Germanisierungstendenzen in Kaliningrad deutlich einen Riegel vorschieben. Von der Landsmannschaft Ostpreußen kam bisher noch keine öffentliche Stellungnahme zu diesem Vorgang.

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