
Ertrag an Frühgetreide im Süden Russlands höher als im Jahr 2025

In diesem Jahr stieg das Gesamtvolumen der Getreideernte, gemessen am Trockengewicht, in den Föderationskreisen Süd- und Nordkaukasus, die zusammen die Regionen des sogenannten "großen Südens" bilden, im Vergleich zu den Zahlen des Jahres 2025 um 20 Prozent auf über 44 Millionen Tonnen. Dies teilte Dmitri Rylko, Generaldirektor des Instituts für Agrarmarktkonjunktur (IKAR), der Nachrichtenagentur TASS mit. Rylko stellte klar, dass die Ernte der Frühgetreidearten in diesen Regionen die Vorjahreswerte übertroffen habe: Die Landwirte des Südlichen Föderationskreises ernteten rund 34 Millionen Tonnen Getreide, die des Nordkaukasischen Föderationskreises 10,6 Millionen Tonnen. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 betrug die Bruttoernte der frühen Getreidearten 37,3 Millionen Tonnen.
Der Leiter des IKAR wies zudem darauf hin, dass bessere Wetterbedingungen zu diesen positiven Veränderungen beigetragen hätten. Im vergangenen Jahr herrschte im Süden Russlands in einigen Regionen Dürre.

Das russische Landwirtschaftsministerium ist der Ansicht, dass die positive Entwicklung bei der Bruttogetreideernte unter anderem auch auf den aktiven Einsatz moderner Technologien und Fortschritte in der Züchtung, auf Düngemittel und Pflanzenschutzmittel sowie auf digitale Lösungen und andere Maßnahmen durch die Landwirte zurückzuführen ist.
Die Ernte in Russland verläuft schneller als im Vorjahr, heißt es außerdem aus dem Ministerium. Um die Landwirte zu unterstützen, erarbeitet die Behörde zusätzliche Maßnahmen. Die Regierung hat 9,7 Milliarden Rubel für Subventionen zum Getreidetransport auf der Schiene bereitgestellt. Außerdem wurde ab dem 1. September ein Moratorium auf die Exportzölle für Getreide verhängt und eine Obergrenze für die Zölle auf Öl und Schrot festgelegt. Darüber hinaus werden die Verlängerung von zinsgünstigen Krediten und Leasingverträgen, die Möglichkeit einer flächenbezogenen Förderung der Winteraussaat, ein Moratorium für Insolvenzen von landwirtschaftlichen Betrieben sowie Interventionskäufe von Getreide in einem Umfang von bis zu drei Millionen Tonnen geprüft.
Die Hilfe kommt gerade recht – denn trotz der guten Ernteergebnisse haben die Landwirte in vielen Regionen mit Schwierigkeiten zu kämpfen. So gibt es beispielsweise in der Kuban Schwierigkeiten beim Absatz der Produktion und bei der Preisgestaltung. Ein besonderes Problem für die Landwirte ist der Preisanstieg bei allem, was für die Produktion benötigt wird. Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Kraftstoffe und Schmierstoffe – all das ist teurer geworden.
Die Landwirte der Kuban haben sich bereits mit der Bitte um Unterstützung an die Behörden gewandt. Eine der wichtigsten Maßnahmen, die sie vorschlagen, ist staatliche Intervention – der Ankauf von Getreide für den staatlichen Fonds. Eine solche Maßnahme könnte den Betrieben Betriebskapital sichern und ihnen helfen, sich auf die nächste Aussaat-Saison vorzubereiten.
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